Wenn Sie über 60 sind, gehören Zahnimplantate zu den sichersten zahnmedizinischen Eingriffen überhaupt – mit Erfolgsraten von bis zu 98 %, auch bei Patienten jenseits der 80. Dennoch gibt es bei Zahnimplantaten im Alterwichtige Aspekte zu beachten: Knochendichte, Medikamente und Kosten müssen sorgfältig abgewogen werden.
Was sind Zahnimplantate – und warum entscheiden sich Senioren dafür?

Zahnimplantate sind kleine Titanschrauben, die als künstliche Zahnwurzeln dienen. Sobald sie mit dem Kieferknochen verwachsen sind, tragen sie eine Krone, Brücke oder Prothese, die sich wie echte Zähne anfühlt. Implantate sind dauerhaft, verrutschen nicht, benötigen kein Haftmittel und stimulieren den Kieferknochen – sie verhindern so den Knochenschwund und das charakteristische „eingefallene“ Gesicht.
Sind Zahnimplantate für ältere Patienten sicher?

Ja. Der wissenschaftliche Konsens ist eindeutig: Implantate sind für ältere Erwachsene sicher und wirksam – auch für Patienten über 75. Entscheidend ist nicht das Alter. Sie sind in der Regel ein guter Kandidat, wenn Sie:
- Über ausreichende Kieferknochendichte verfügen oder bereit sind, eine Knochenaufbaumaßnahme durchzuführen
- Gesundes oder behandelbares Zahnfleisch haben
- Nicht rauchen oder bereit sind, während der Heilungsphase damit aufzuhören
- Gut eingestellte systemische Erkrankungen haben (Diabetes, Bluthochdruck, Osteoporose)
- Nicht dauerhaft hochdosiert Bisphosphonate einnehmen (Mittel gegen Osteoporose)
Zusätzliche Abklärungen oder Anpassungen des Behandlungsplans können erforderlich sein, wenn Sie:
- Blutverdünner (Antikoagulanzien) einnehmen
- Einen schlecht eingestellten Diabetes haben (HbA1c über 8 %)
- Eine Strahlentherapie im Kieferbereich erhalten haben
- Eine erhebliche Beeinträchtigung des Immunsystems haben
Wie hoch ist die Erfolgsrate von Zahnimplantaten bei Senioren?
Zahnimplantate bei Senioren erzielen Erfolgsraten von 92–98 %. Diese Daten wurden im International Journal of Oral and Maxillofacial Implants veröffentlicht. Die Studie untersuchte 1.256 Implantate bei 245 älteren Patienten mit einem Durchschnittsalter von 62,18 Jahren.
Zahnimplantat-Behandlung Schritt für Schritt

Der Ablauf einer Implantation ist unkompliziert und erfolgt unter Lokalanästhesie. Die meisten Senioren berichten, dass der Eingriff deutlich angenehmer war, als sie erwartet hatten.
- Beratung und Bildgebung. Ein 3D-Kegelstrahl-CT (CBCT) erfasst Ihre Knochenstruktur in vollem Detail. Dr. Astolfi nutzt diese Aufnahmen, um Position, Winkel und Tiefe des Implantats digital exakt zu planen – noch bevor ein einziger Schnitt gesetzt wird.
- Vorbereitende Maßnahmen (falls erforderlich). Knochenaufbau, Sinusbodenanhebung oder Zahnextraktionenwerden zunächst durchgeführt und heilen gelassen – in der Regel 3–6 Monate vor der eigentlichen Implantation.
- Implantateinsetzen. Der Titanpfosten wird unter Lokalanästhesie chirurgisch in den Kieferknochen eingesetzt. Der Eingriff dauert bei den meisten Patienten 1–2 Stunden.
- Osseointegration. In den folgenden 3–6 Monaten verwächst das Implantat mit dem umliegenden Knochen. Dieser Prozess verleiht ihm die Festigkeit einer natürlichen Zahnwurzel.
- Aufbau und Kronenversorgung. Sobald die Integration bestätigt ist, werden der Aufbau (Abutment) und die Zahnkrone – oder die Vollbogenprothese – eingesetzt. Das Ergebnis sieht aus wie natürliche Zähne, fühlt sich so an und funktioniert genauso.
Heilungsverlauf und Nachsorge
Die meisten Senioren erholen sich nach einer Implantation innerhalb weniger Tage und können ihren Alltag wieder aufnehmen. Die Zeit nach dem Eingriff lässt sich mit einer überschaubaren Nachsorge gut bewältigen.
Was Sie in der ersten Woche erwarten können:
- Leichte Schwellung und Blutergüsse am Kiefer – völlig normal, mit einem Maximum nach 48–72 Stunden
- Weiche Kost (Suppen, Joghurt, Breikost) für die ersten 7–10 Tage
- Verschriebene Antibiotika und entzündungshemmende Medikamente
- Kein Rauchen – dies ist entscheidend: Rauchen reduziert die Blutversorgung der heilenden Stelle und ist der mit Abstand größte vermeidbare Risikofaktor für das Versagen eines Implantats
Was Sie in den folgenden 3–6 Monaten erwarten können:
- Schrittweise, schmerzfreie Osseointegration
- Kontrollaufnahmen zur Bestätigung der Knochenintegration vor dem endgültigen Kroneneinsetzen
- Bereitstellung einer provisorischen Krone oder Prothese, um Funktion und Ästhetik während der Heilungsphase zu erhalten
Spezifische Risiken im Alter
Zahnimplantate sind sicher, aber ältere Patienten haben ein besonderes Risikoprofil, das jeder gute Klinikarzt berücksichtigen muss. Die genaue Kenntnis dieser Risiken ist es, die Dr. Astolfi ermöglicht, sie durch sorgfältige präoperative Planung zu minimieren.
- Knochenschwund und Knochenaufbaubedarf. Implantate, die in zuvor augmentiertem Knochen gesetzt wurden, zeigten im Vergleich zu Implantaten in nativem Knochen eine etwas geringere Langlebigkeit.
- Osteoporose und Bisphosphonat-Medikamente. Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse ergab ein um 65,3 % erhöhtes Risiko für Implantatversagen bei Patienten unter Bisphosphonattherapie im Vergleich zu nicht behandelten Patienten – wobei die 5-Jahres-Überlebensrate dennoch 94,2 % erreichte. Intravenöse Bisphosphonate sind risikoreicher als orale. Legen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt stets Ihre vollständige Medikamentenliste vor.
- Diabetes. Ein gut eingestellter Diabetes (HbA1c unter 7–8 %) ist kein Hindernis für erfolgreiche Implantate. Ein schlecht eingestellter Diabetes hingegen ist mit verzögerter Osseointegration und stärkerem marginalen Knochenverlust verbunden.
- Periimplantitis. Dies ist eine Entzündung rund um das Implantat – vergleichbar mit einer Parodontitis am natürlichen Zahn.
- Langsamere Heilung. Alter, Kortikosteroideinnahme und bestimmte Allgemeinerkrankungen können die Heilungszeit verlängern. Dr. Astolfi plant für jeden Senioren standardmäßig zusätzliche Erholungszeit ein.
Risikominimierung
Die genannten Risiken sind real – aber fast alle lassen sich mit dem richtigen klinischen Ansatz beherrschbar machen. So geht Dr. Astolfi bei jedem älteren Patienten systematisch vor:
- 3D-CBCT-Bildgebung vor jedem Eingriff zur Beurteilung von Knochenvolumen, -dichte und Nervenpositionen
- Vollständige Medizin- und Medikamentenanalyse beim Erstgespräch
- HbA1c-Test als Pflichtuntersuchung für alle Diabetiker
- Parodontologisches Clearance – Zahnfleischerkrankungen werden vor dem Eingriff behandelt und beseitigt
- Knochenaufbau oder Sinusbodenanhebung werden proaktiv geplant, wenn das Knochenangebot unzureichend ist
- Antibiotika-Prophylaxe standardmäßig bei allen chirurgischen Eingriffen
- Verlängerte Heilungszeiten in jedem Seniorenbehandlungsplan – keine überhastete Osseointegration
- Dediziertes Nachsorgeprogramm mit geplanten Kontrollaufnahmen und Hygienekontrollen
Die besten Implantattypen im Alter
Es gibt nicht „den“ besten Implantattyp im Alter – die optimale Lösung hängt davon ab, wie viele Zähne fehlen, welches Knochenangebot vorhanden ist, wie der Gesundheitszustand ist und welches Budget zur Verfügung steht. Dr. Astolfi erklärt nachfolgend jede Option klar und verständlich.
Enossale Implantate
Das enossale Implantat ist der Einzelzahnersatz schlechthin und der weltweit am häufigsten verwendete Implantattyp. Der Eingriff ist unkompliziert, die Erholung rasch und das Langzeitergebnis ausgezeichnet. Bei OONE LIFE verwenden wir geprüfte Schweizer und europäische Markenimplantate – per REF-Code nachweisbar – ab 370 € pro Implantat.
Vollmund-Implantate
Im Alter, die die meisten oder alle Zähne verloren haben, bieten Vollmund-Implantate eine dauerhafte, festsitzende Alternative zur Prothese. Viele fragen sich, ob Senioren überhaupt Vollmund-Implantate bekommen können. Die Antwort lautet: Ja – und für viele ältere Patienten sind Vollmund-Implantate schlicht lebensverändernd.
All-on-4
All-on-4-Zahnimplantate stützen mithilfe von vier angewinkelten Implantaten einen vollständigen, festsitzenden Zahnbogen. Dies ist die beliebteste Vollbogenlösung im Alter, weil sie schnell, kosteneffizient und auch bei eingeschränktem Knochenangebot gut funktioniert.
All-on-6
All-on-6-Zahnimplantate ergänzen das All-on-4-Konzept um zwei weitere Implantate, verteilen die Kaukräfte gleichmäßiger und bieten eine höhere Langzeitstabilität. Besonders empfohlen wird es für den Oberkiefer, wo der Knochen von Natur aus weniger dicht ist. All-on-6 ist auch die beste Option im Alter, die maximale Haltbarkeit anstreben.
All-on-8
All-on-8 ist die robusteste Vollbogenlösung: Acht Implantate verteilen sich über den Kiefer und tragen eine vollständige festsitzende Prothese. Empfohlen für Patienten mit ausgezeichnetem Knochenangebot, die eine möglichst hohe Lastverteilung und langfristige Implantatstabilität wünschen. All-on-8 kommt dem Gefühl eines vollständigen natürlichen Gebisses am nächsten.
3-on-6
Das 3-on-6-System nutzt sechs Implantate zur Abstützung von drei unabhängigen Brücken. Jede Brücke überspannt einen eigenständigen Kieferabschnitt – sollte also ein Bereich einmal Aufmerksamkeit erfordern, bleiben die anderen unberührt. Dieses Konzept wird besonders wegen seiner einfachen Wartung und modularen Bauweise geschätzt.
Jochbeinimplantate
Jochbeinimplantate Implantate sind eine Speziallösung im Alter mit schwerem Knochenschwund im Oberkiefer. Diese längeren Implantate werden im Jochbein (Zygoma) verankert, das auch nach erheblichem Kieferknochenabbau seine Dichte behält.
Können Senioren Zygoma-Implantate bekommen?
Ja – und für Menschen mit fortgeschrittenem Knochenverlust sind Zygoma-Implantate oft der einzige Weg zu festsitzenden Zähnen, ohne jahrelange Knochenaufbaueingriffe. Der Eingriff ist komplex und erfordert einen erfahrenen Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen wie Dr. Serkan bei OONE LIFE.
Implantatgetragene Zahnprothesen
Implantatgetragene Prothesen verbinden die Wirtschaftlichkeit einer herausnehmbaren Versorgung mit der Stabilität, die nur Implantate bieten können. Zwei bis vier Implantate werden im Kiefer gesetzt, und die Prothese rastet fest auf ihnen ein – Verrutschen, Klappern und Haftcremes gehören endgültig der Vergangenheit an.
Was kosten Zahnimplantate im Alter?
In Deutschland liegen die Gesamtkosten für ein einzelnes Zahnimplantat – inklusive Implantatschraube, Aufbau und Krone – typischerweise zwischen 2.000 und 5.000 € pro Zahn. Vollmund-Lösungen können zwischen 22.000 und 70.000 € kosten. In Österreich und der Schweiz sind die Preise vergleichbar oder höher.
Bei OONE LIFE Dental in Istanbul erhalten Senioren Schweizer und europäische Markenimplantate mit REF-Code-Nachweis – bereits ab 370 € pro Implantat.
Behandlung | Deutschland/AT | Schweiz | OONE LIFE Dental |
Einzelimplantat | 2.000–5.000 € | 3.500–6.500 € | Ab 370 € |
All-on-4 (pro Kiefer) | 17.000–26.000 € | 22.000–35.000 € | Ab 5.600 € |
All-on-6 (pro Kiefer) | 21.000–31.000 € | 26.000–42.000 € | Ab 6.500 € |
Implantatgetragene Prothese | 13.000–22.000 € | 17.000–30.000 € | Ab 3.900 € |
Die Preise beinhalten Beratung, 3D-Scan, Implantation und Krone. Zusätzliche Maßnahmen wie Knochenaufbau oder Sinusbodenanhebung werden nach Befundung separat angeboten.
Zusatzkosten, die Senioren kennen und einplanen sollten:
- Knochenaufbau: 150–1.500 € in Deutschland; bei OONE LIFE inklusive oder stark vergünstigt
- Sinusbodenanhebung: 1.000–4.000 € in Deutschland
- Zahnextraktion: 100–400 € pro Zahn in Deutschland
Können Senioren kostenlose Zahnimplantate bekommen?
Wirklich kostenlose Zahnimplantate sind selten – aber es gibt Möglichkeiten zur Kostensenkung für berechtigte Senioren:
- Universitäre Zahnkliniken. Hochschulambulatorien bieten Implantatbehandlungen durch supervidierte Studenten zu 40–60 % unter privatärztlichen Preisen an. Der Prozess dauert länger und erfordert mehrere Besuche, doch die klinische Qualität wird von approbierten Lehrenden lückenlos überwacht. Dies ist der verlässlichste Niedrigkostenweg im Alter mit zeitlicher Flexibilität – zum Beispiel an der Charité Berlin, der LMU München oder der Medizinischen Universität Wien.
- Soziale Härtefallregelung der GKV. Wer 2026 weniger als 1.582 € brutto monatlich verdient, kann Anspruch auf den doppelten Festzuschuss haben, der die gesamten Kosten der Regelversorgung abdeckt. Implantate selbst werden in der Regel nicht bezahlt, aber der Zuschuss für den Zahnersatz auf dem Implantat (Krone, Brücke) kann erheblich sein.
- Zahnzusatzversicherung. Wer vor Beginn der Behandlung rechtzeitig eine Zahnzusatzversicherung (ZZV) abschließt, kann je nach Tarif 50–100 % der Implantatkosten erstattet bekommen. Wartezeiten von 8–12 Monaten sind zu beachten.
- Klinische Studien. Forschungseinrichtungen bieten gelegentlich kostenlose oder vergünstigte Implantatbehandlungen im Rahmen klinischer Outcome-Studien an. Aktuelle Studien finden Sie auf dem Deutschen Register Klinischer Studien (DRKS) unter drks.de.
- Versorgungsamt / Schwerbehindertenausweis. Personen mit anerkannter Behinderung können in bestimmten Bundesländern Zuschüsse zu prothetischen Versorgungen erhalten, die Implantate einschließen.
Zahlungsoptionen im Alter
Die Kosten sollten kein Hindernis für die notwendige zahnärztliche Versorgung sein. OONE LIFE Dental und die meisten renommierten Implantatzentren bieten flexible Zahlungsmodelle an, die speziell auf Patienten mit festem Rentenbudget zugeschnitten sind.
Mögliche Optionen:
- Ratenzahlungspläne – Behandlungskosten über 6, 12 oder 24 Monate strecken, oft zins- oder kostenlos. OONE LIFE Dental bietet individuelle Zahlungspläne an – fragen Sie beim Erstgespräch nach.
- Zahnzusatzversicherung (ZZV) – Private Zusatzversicherungen in Deutschland übernehmen je nach Tarif bis zu 100 % der Implantatkosten. Besonders lohnenswert, wenn noch kein konkreter Behandlungsbedarf besteht. Monatliche Prämien beginnen ab ca. 10–20 €.
- Zahnersatz-Bonusheft der GKV – Wer das Bonusheft lückenlos über 10 Jahre führt, erhält von der Krankenkasse 75 % der Regelversorgungskosten als Festzuschuss. Das spart bei einer Einzelzahnlücke bis zu 693 € (Stand 2026).
- Gesundheitssparkonten – Einige deutsche Privatversicherungen und Krankenkassen bieten Gesundheitssparmodelle an, bei denen Sie angespartes Guthaben für Implantate einsetzen können.
- Zahnärztlicher Tourismus – Eine Reise nach Istanbul zu OONE LIFE Dental ist an sich schon eine Sparstrategie. Die meisten Patienten sparen bei Vollbogenbehandlungen 10.000–25.000 € gegenüber deutschen oder Schweizer Preisen – selbst nach Abzug von Flug und Unterkunft. Wir unterstützen Sie bei der Reiseplanung als Teil unseres Patientenbetreuungsprogramms.
Übernimmt die Krankenkasse Zahnimplantate?
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt in Deutschland die Implantatkosten in der Regel nicht.Das überrascht viele Senioren, ist aber die klar geltende Rechtslage.
Die GKV bezahlt das Implantat selbst (Schraube und chirurgischer Eingriff) nicht – außer in seltenen Ausnahmefällen, zum Beispiel bei bestimmten Tumorerkrankungen, schweren Fehlbildungen oder erheblichem Gesichtstrauma. Was die GKV jedoch leistet: Sie zahlt einen Festzuschuss auf den Zahnersatz (Krone, Brücke, Prothese) auf dem Implantat – denselben Betrag wie bei einer Standardversorgung ohne Implantat.
Dieser Festzuschuss beträgt:
- Ohne Bonusheft: ca. 553–693 € (je nach Befund, Stand 2026)
- Mit Bonusheft nach 5 Jahren: 70 % der Regelversorgungskosten
- Mit Bonusheft nach 10 Jahren: 75 % der Regelversorgungskosten
- Bei Härtefall (Geringverdiener): 100 % der Regelversorgungskosten
Private Krankenversicherungen (PKV) übernehmen Implantatkosten je nach Tarif deutlich umfangreicher – oft zwischen 50 und 100 % der Gesamtkosten. Es empfiehlt sich, vor der Behandlung einen Heil- und Kostenplan (HKP)bei der Versicherung einzureichen.
Vorteile von Zahnimplantaten im Alter
Zahnimplantate ersetzen nicht nur Zähne – im Alter können sie die allgemeine Gesundheit und Lebensqualität spürbar verbessern. Das zeigt die wissenschaftliche Evidenz:
- Kieferknochenerhalt. Wenn ein Zahn verloren geht, beginnt der darunter liegende Knochen sofort abzubauen. Implantate sind die einzige Zahnersatzlösung, die diesen Abbau aktiv verhindert.
- Bessere Ernährung und Kaufunktion. Fehlende Zähne schränken direkt ein, was Senioren essen können – härtere Speisen, frisches Gemüse und Proteine werden oft gemieden, was zu Mangelernährung führt.
- Gesichtsstruktur und Erscheinungsbild. Knochenverlust durch fehlende Zähne verursacht das typische eingefallene, gealterte Gesicht. Durch den Erhalt des Knochenvolumens bewahren Implantate die Gesichtskontur und das Weichteilgewebe.
- Sprache und Selbstbewusstsein. Lose oder schlecht sitzende Prothesen beeinträchtigen die Sprachklarheit und das soziale Selbstvertrauen. Festsitzende Implantate beheben beide Probleme dauerhaft.
- Langfristige Kosteneffizienz. Bei richtiger Pflege halten Implantate mindestens 25 Jahre. Über eine Lebensdauer gerechnet sind Implantate oft die wirtschaftlichste Lösung.
- Systemische Gesundheitsverbindung. Neuere Forschungen belegen einen Zusammenhang zwischen schlechter Mundgesundheit bei Senioren und einem erhöhten Risiko für Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Mangelernährung. Die Wiederherstellung der vollständigen Kaufunktion ist keine kosmetische – sondern eine medizinische Entscheidung.
Pflege und Langzeitbetreuung
Ein Implantat ist nur so gut wie die Pflege, die es erhält. Die gute Nachricht: Die Implantpflege ist unkompliziert und der Pflege natürlicher Zähne sehr ähnlich.
Tägliche Routine:
- Zweimal täglich mit einer weichen Zahnbürste putzen – elektrische Bürsten sind ideal im Alter mit Handfertigkeit-Einschränkungen
- Täglich Zahnseide verwenden oder Interdentalbürsten um die Implantatpfosten herum
- Nicht-abrasive Zahnpasta verwenden – Aufhellungsprodukte mit aggressiven Schleifmitteln meiden
- Antibakterielles Mundspülmittel zur Keimreduktion am Zahnfleischrand erwägen
Professionelle Pflege:
- Alle 6 Monate zur professionellen Zahnreinigung – oder alle 3–4 Monate bei Parodontitis-Vorgeschichte
- Jährliche Röntgenkontrolle zur Überwachung des Knochenniveaus rund um das Implantat
- Sofortige Konsultation bei Blutungen, Schwellungen oder Beweglichkeit rund um das Implantat – dies sind Frühzeichen einer Periimplantitis, die im Frühstadium gut behandelbar ist
Besondere Hinweise im Alter:
- Mundtrockenheit (durch Medikamente) mindert den natürlichen Schutzeffekt des Speichels – ausreichend trinken und den Zahnarzt nach Speichelersatzmitteln fragen
- Einschränkungen der Handfertigkeit können das Fädeln von Zahnseide erschweren – Wasserflossen (Munddusche) sind eine hervorragende Alternative
- Informieren Sie Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt bei jedem Besuch über neue Medikamente – manche Wirkstoffe beeinflussen den Knochenstoffwechsel und die Implantatstabilität
Häufige Fragen
Lohnen sich Zahnimplantate mit 70 Jahren noch?
Ja. Das Alter ist keine Barriere. Studien belegen Erfolgsraten von 92–98 % bei Patienten über 65. Implantate verbessern Ernährung, Knochengesundheit, Selbstbewusstsein und Lebensqualität – und halten bei guter Pflege 20 Jahre und länger.
Übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung Zahnimplantate?
In der Regel nein. Die GKV zahlt das Implantat selbst nicht, gewährt aber einen Festzuschuss auf den aufgesetzten Zahnersatz (Krone, Brücke). Der Betrag richtet sich nach dem Befund und dem Bonusheft-Status – 2026 zwischen ca. 553 und 693 € pro Einzelzahnlücke. In Ausnahmefällen (schwere Tumorerkrankungen, angeborene Fehlbildungen, Unfallfolgen) kann die GKV auch das Implantat übernehmen.
Zahlt die private Krankenversicherung (PKV) Zahnimplantate?
In vielen Fällen ja, und deutlich umfassender als die GKV. Je nach Tarif übernehmen PKV-Tarife 50–100 % der Implantatkosten. Reichen Sie vor Behandlungsbeginn immer einen Heil- und Kostenplan (HKP) ein, um eine Kostenzusage zu erhalten.
Wie erfolgreich sind Zahnimplantate bei älteren Patienten?
Sehr erfolgreich. Eine Langzeit-Retrospektivstudie ergab eine 5-Jahres-Überlebensrate von 99,0 % und eine kumulative 10-Jahres-Überlebensrate von 98,1 % bei älteren Patienten mit implantatgetragenem Festzahnersatz. Zahnfleischgesundheit und Knochendichte sind wichtiger als das Lebensalter.
Ist man mit 74 zu alt für Zahnimplantate?
Nein. Es gibt keine Altersobergrenze für Zahnimplantate. Die Eignung hängt von der Knochenqualität, dem allgemeinen Gesundheitszustand und dem Medikamentenprofil ab – nicht vom Geburtsjahr. Patienten in den 70ern und 80ern erzielen bei OONE LIFE Dental regelmäßig hervorragende Ergebnisse.
Kann ein 80-Jähriger noch Zahnimplantate bekommen?
Ja. Die Meta-Analyse Clinical Oral Implants Research von 2025 bestätigt, dass Zahnimplantate für Erwachsene über 75 eine zuverlässige Behandlung darstellen, mit stabilen periimplantären Knochenverhältnissen. Der Gesundheitszustand ist maßgeblich; das Alter allein schließt niemanden aus.
Wie viele 70-Jährige haben noch alle Zähne?
Sehr wenige. Laut Daten des Robert Koch-Instituts und der Deutschen Mundgesundheitsstudie hat ein erheblicher Teil der Deutschen über 65 Jahre mehrere oder alle Zähne verloren. Bei den über 75-Jährigen ist vollständiger Zahnverlust deutlich häufiger als in jüngeren Altersgruppen.
Wie viele Zähne hat ein durchschnittlicher 75-Jähriger noch?
Weniger als ein vollständiges Gebiss. Laut der Vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV) besitzen Senioren im Schnitt deutlich weniger als 28 Zähne – und mit zunehmendem Alter sinkt die Anzahl der verbliebenen Zähne statistisch signifikant weiter.