Die VITA Zahnfarben Tabelle hilft Zahnärzten und Patienten dabei, die aktuelle Zahnfarbe zu bestimmen, den Verlauf einer Aufhellung zu dokumentieren und den passenden Farbton für Bonding, Bleaching, Veneers und Kronen auszuwählen. Vielleicht wünschen Sie sich eine dezente Veränderung, die vollkommen natürlich aussieht. Ihre Zähne könnten dann bei einem cremigen A2 oder einem kühlen C1 liegen. Vielleicht darf es aber auch ein deutlich strahlenderes Lächeln sein. Dann käme ein leuchtendes B1 infrage.
Welcher Farbton der richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab – unter anderem von Ihrem Hautton. Der vielleicht wichtigste Punkt ist jedoch dieser: Das Geheimnis eines perfekten Ergebnisses liegt im Dentallabor, das den Zahnersatz anfertigt, und weniger in der Praxis, die ihn später einsetzt.
Entschlüsseln wir also gemeinsam die VITA Farbskala und gehen wir Schritt für Schritt durch alle Weißtöne – inklusive des Insiderwissens, auf das es wirklich ankommt.
Was ist die VITA Farbskala?

Die VITA classical A1–D4® Farbskala ist die bekannteste Zahnfarbskala überhaupt. Sie besteht aus zahnförmigen Farbmustern, die 16 natürliche Zahnfarben abbilden und in vier übergeordnete Farbfamilien gegliedert sind.
Zahnärzte vergleichen diese Musterzähne aus zwei Gründen mit den natürlichen Zähnen:
- Um die Ausgangsfarbe zu bestimmen
- Um die Farbe einer Restauration festzulegen
Farbfamilie | Grundton | Optischer Eindruck |
A | Rötlich-braun | Warm, cremig oder elfenbeinfarben |
B | Rötlich-gelb | Warm und oft heller wirkend |
C | Grau | Kühler und gedämpfter |
D | Rötlich-grau | Eine Mischung aus warmen und kühlen Tönen |
Innerhalb derselben Farbfamilie stehen niedrigere Zahlen für hellere Farbtöne. A1 ist zum Beispiel heller als A3. Die Familien A, B, C und D haben allerdings unterschiedliche Grundtöne. Die Skala ist also keine einfache Leiter, die von Weiß bis Dunkel verläuft.
Wichtiger Hinweis: Bildschirme, Kameras, Raumbeleuchtung, Lippenstift und Umgebungsfarben verändern alle die Wahrnehmung der Zahnfarbe. Eine Online-Tabelle hilft Ihnen dabei, die Kategorien zu verstehen. Ihren exakten klinischen Farbton kann sie jedoch nicht zuverlässig bestimmen.
So lesen Sie die Zahnfarben Tabelle richtig

Jeder Farbcode der VITA Zahnfarben Tabelle enthält drei Informationen:
- Der Farbton (Hue) ist der Buchstabe. Er verrät, zu welcher Farbfamilie ein Ton gehört: A steht für rötlich-braun, B für rötlich-gelb und so weiter. A1 und A4 sind im Prinzip dieselbe Farbe – die eine ist lediglich sehr viel konzentrierter als die andere.
- Die Farbintensität (Chroma) ist die Zahl. Sie beschreibt, wie gesättigt beziehungsweise intensiv dieser Farbton ausfällt. A1 ist die blasseste, am stärksten verdünnte Variante des rötlich-braunen Grundtons, A4 derselbe Grundton in voller Sättigung.
- Die Helligkeit (Value) ist die Eigenschaft, die Patienten tatsächlich wahrnehmen. Sie verläuft genau entgegengesetzt zur Farbintensität: Je höher die Zahl innerhalb einer Familie, desto geringer die Helligkeit.
Die komplette Zahnfarben Tabelle, nach Helligkeit sortiert

Platz | Farbton | Farbfamilie | Farbintensität | Helligkeit |
1 | B1 | Rötlich-gelb | Niedrigste der Familie | Hellster aller 16 Töne |
2 | A1 | Rötlich-braun | Niedrigste der Familie | Sehr hell |
3 | B2 | Rötlich-gelb | Zweite Stufe | Hell |
4 | D2 | Rötlich-grau | Niedrigste der Familie | Hell |
5 | A2 | Rötlich-braun | Zweite Stufe | Oberes Mittelfeld |
6 | C1 | Grau | Niedrigste der Familie | Mittelfeld |
7 | C2 | Grau | Zweite Stufe | Mittelfeld |
8 | D4 | Rötlich-grau | Höchste der Familie | Mittelfeld |
9 | A3 | Rötlich-braun | Dritte Stufe | Unteres Mittelfeld |
10 | D3 | Rötlich-grau | Zweite Stufe | Unteres Mittelfeld |
11 | B3 | Rötlich-gelb | Dritte Stufe | Unteres Mittelfeld |
12 | A3,5 | Rötlich-braun | Vierte Stufe | Dunkel |
13 | B4 | Rötlich-gelb | Höchste der Familie | Dunkel |
14 | C3 | Grau | Dritte Stufe | Dunkel |
15 | A4 | Rötlich-braun | Höchste der Familie | Sehr dunkel |
16 | C4 | Grau | Höchste der Familie | Dunkelster aller 16 Töne |
Zahnfarbe A1

A1 gehört zu den am häufigsten gewünschten Veneer-Farben. Es ist das hellste Farbmuster der rötlich-braunen Familie und der zweithellste Ton der gesamten Skala. A1 wirkt wie ein sauberes Elfenbein, denn die Wärme ist weiterhin vorhanden, nur eben stark verdünnt. Am besten passt dieser Ton zu Patienten, die sich ein helles Ergebnis wünschen, das trotzdem noch nach echtem Zahnschmelz aussieht.
Zahnfarbe A1 im Vergleich zum Rest der A-Familie
Wenn Ihre natürlichen Zähne bereits in der A-Familie liegen, wirkt ein Wechsel auf A1 in der Regel natürlicher als ein Sprung zu B1 oder C1. Bleiben Sie im selben Grundton, wird die Veränderung als reiner Helligkeitsgewinn wahrgenommen und nicht als Farbwechsel.
Zahnfarbe A2
A2 ist ein warmer, glaubwürdiger Mittelton und einer der beiden Farbtöne, die bei erwachsenen Patienten am häufigsten als Ausgangswert dokumentiert werden. Ideal ist er für alle, die eine einzelne Krone, ein Veneer oder eine Kompositfüllung in ein ansonsten unbehandeltes Gebiss einfügen möchten. Weil so viele Erwachsene bei oder nahe A2 liegen, ist dieser Ton oft die sicherste Wahl für eine Restauration.
Zahnfarbe A3
A3 gilt als die häufigste natürliche Zahnfarbe bei Erwachsenen und ist im mitteleuropäischen Raum besonders verbreitet. Sie dient meist als Ausgangswert und nicht als Zielfarbe. Notiert die Praxis vor einem Bleaching ein A3, dreht sich das Gespräch üblicherweise darum, wie weit die Behandlung innerhalb der A-Familie realistisch nach oben führen kann.
Zahnfarbe A3,5
A3,5 wurde ergänzt, um eine Lücke zu schließen, in die Patienten immer wieder fielen: den Bereich zwischen A3 und A4. Das zeigt schön, dass die Skala eher durch Beobachtung als am Reißbrett gewachsen ist. Am besten eignet sich dieser Ton, um Restaurationen an Zähne mit deutlicher Wärme anzugleichen – häufig bei Patienten über 40, bei denen das Dentin dicker und der Zahnschmelz dünner geworden ist.
Zahnfarbe A4
A4 ist das gesättigtste Rötlich-Braun der Skala und der zweitdunkelste Ton insgesamt. Er wird verwendet, um stark verfärbte natürliche Zähne farblich zu treffen, insbesondere bei einer Einzelzahnversorgung, wenn der Rest des Gebisses unbehandelt bleibt. Als kosmetische Zielfarbe wird A4 nur selten gewählt.
Zahnfarbe B1

B1 ist der hellste Ton der klassischen Zahnfarbskala und genau der Bezugspunkt, den die meisten Menschen meinen, wenn sie von „weißen“ Zähnen sprechen, ohne künstlich wirken zu wollen. Am besten passt er zu Patienten, deren natürlicher Farbton eher ins Gelbliche als ins Gräuliche oder Bräunliche geht. Für Veneers und Kronen ist B1 ein häufiges Ziel, wenn ein sichtbar helles Lächeln gewünscht ist.
Zahnfarbe B2
B2 ist warm, hell und liegt in puncto Helligkeit trotz derselben Ziffer über A2. Am besten eignet er sich für Patienten mit von Natur aus gelblichem Zahnschmelz, die eine Aufhellung ohne Wechsel des Grundtons möchten. Kurz gesagt: für alle, die ein Ergebnis wollen, das altersgerecht wirkt und nicht wie frisch aus der Fabrik.
Zahnfarbe B3
Die Zahnfarbe B3 dient dazu, Restaurationen an ausgeprägt gelbliche Zähne anzupassen. B3 taucht bei der Farbbestimmung häufiger auf, als seine Helligkeit vermuten lässt, denn gelbdominierte Verfärbungen sind ausgesprochen verbreitet.
Zahnfarbe B4
B4 wird nahezu ausschließlich zu Anpassungszwecken verwendet. Es handelt sich um ein tiefes, gesättigtes Gelb, das nicht als ästhetisches Ziel gewählt wird.
Zahnfarbe A1 oder B1: Wofür sollten Sie sich entscheiden?

Das ist der Farbvergleich, nach dem Patienten am häufigsten fragen. B1 ist das hellste Farbmuster der Skala und belegt Platz eins, A1 folgt auf Platz zwei. Der Abstand zwischen beiden ist klein, und unter den meisten Lichtverhältnissen könnten Sie kaum sagen, welcher Ton welcher ist.
Nebeneinander gehalten liegt der Unterschied in der Temperatur: B1 tendiert ins Rötlich-Gelbe, A1 ins Rötlich-Braune. Die Entscheidung hängt in der Regel von drei Überlegungen ab:
- Ihr bestehender Grundton: Liegen Ihre natürlichen Zähne in der A-Familie, wirkt A1 mit hoher Wahrscheinlichkeit überzeugender.
- Wie viel des Lächelns behandelt wird: Werden nur ein oder zwei Zähne versorgt, zählt die passende Farbfamilie deutlich mehr als maximale Helligkeit.
- Ob Sie später bleachen möchten: Komposit und Keramik reagieren nicht auf Bleaching. Sollen die natürlichen Zähne rund um eine Restauration aufgehellt werden, muss die Aufhellung vorher erfolgen.
A1 | B1 | |
Grundton | Rötlich-braun | Rötlich-gelb |
Position in der Helligkeitsreihe | 2 von 16 | 1 von 16 |
Optischer Charakter | Warmes, weiches Elfenbein | Kühl tendierend, hell und klar |
Typischerweise gewählt von | Patienten mit warmen Naturzähnen, die eine natürliche Aufhellung wünschen | Patienten, die das hellste Ergebnis innerhalb der natürlichen Bandbreite möchten |
Häufige Stolperfalle | Kann vor sehr kühler Haut oder kühlen Zähnen leicht beige wirken | Kann flach wirken, wenn der Zahntechniker keine Transluzenz einarbeitet |
Zahnfarbe C1

C1 ist der hellste Ton der grauen Familie und verhält sich völlig anders als A1 oder B1, obwohl auch hier eine „1″ im Code steht. In der Helligkeitsreihe steht C1 auf Platz sechs, also im Mittelfeld der Tabelle, weil der graue Grundton mehr Licht schluckt als die wärmeren Familien.
Am besten passt er zu Patienten, deren natürliche Zähne eher kühl oder leicht transluzent als gelblich wirken. Diese Gruppe existiert tatsächlich und wird häufig übersehen. Erhält jemand mit echt grau getöntem Zahnschmelz eine warme Restauration aus der A-Familie, fällt die Abweichung am Übergang sofort auf.
Zahnfarbe C2
C2 dient dazu, kühlere Zähne bei mittlerer Helligkeit farblich zu treffen. In klinischen Erhebungen zur Kronenversorgung gehörte C2 zu den häufiger gewählten Farbtönen. Das spricht dafür, dass er eine reale Bevölkerungsgruppe abbildet und kein bloßer Lückenfüller in der Skala ist.
Zahnfarbe C3
C3 wird verwendet, um dunklere, kühlere Zähne anzugleichen. Häufig wird dieser Ton bei älteren Patienten dokumentiert, bei denen Vergrauung und dünner werdender Zahnschmelz zusammenkommen.
Zahnfarbe C4
C4 ist der dunkelste Ton der klassischen Zahnfarbskala und wird ausschließlich zu Anpassungszwecken genutzt. Ein Ausgangswert von C4 bedeutet in der Regel, dass ein Bleaching allein kein Ergebnis liefert, mit dem der Patient zufrieden sein wird. Das Gespräch verlagert sich dann zur Keramik.
Zahnfarbe D2

Die D-Familie beginnt bei D2 – ein D1 gibt es in der klassischen Skala nicht. D2 eignet sich am besten für Patienten, deren Zähne zwischen den warmen und den kühlen Familien liegen und weder deutliches Gelb noch deutliches Grau zeigen. D2 ist hell und für diese Zwischengruppe wirklich nützlich.
Zahnfarbe D3
D3 dient dazu, Zähne mit gemischtem Grundton bei mittlerer Helligkeit farblich anzugleichen.
Zahnfarbe D4
D4 ist die Kuriosität der Skala. Obwohl dieser Ton die höchste Farbintensität seiner Familie trägt, steht er in der Helligkeitsreihe auf Platz acht. In puncto Helligkeit ist D4 also heller als D3. Verwendet wird er zur Farbanpassung, nicht für ästhetische Zwecke.
Welche Zahnfarbe passt zu Ihrem Hautton?
Das Auge beurteilt die Zahnfarbe immer im Kontrast zur Umgebung. Derselbe Farbton wirkt vor dunklerer Haut heller und vor sehr heller Haut gedämpfter. Die folgende Tabelle spiegelt wider, wie erfahrene Behandler – darunter auch die Zahnärzte von One Life Dental – an dieses Thema herangehen. Nutzen Sie sie als Gesprächsgrundlage, nicht als Bestellformular für einen Farbcode.
Hautton | Wie Zähne davor wirken | Häufig gewählt |
Sehr hell, kühle oder rosige Untertöne | Geringer Kontrast, Helligkeit fällt weniger auf | B1, A1, gelegentlich BL4 |
Hell, warme oder goldene Untertöne | Die Wärme der Haut verstärkt die Wärme der Zähne | A1, B1, B2 |
Oliv oder mediterran | Grün-gelbe Untertöne treffen auf warme Zahntöne | A1, B1 sowie Bleachfarben am weicheren Ende |
Mittelbraun | Mittlerer bis hoher Kontrast, Farbtöne wirken heller als das Muster vermuten lässt | A1, B1, BL3, BL4 |
Dunkelbraun bis sehr dunkel | Hoher Kontrast, der stärkste Aufhellungseffekt aller Gruppen | B1, BL3, BL4 |
Lippenstiftfarben und Zahnfarbe
Lippenstift liegt direkt an den Zähnen an und ist damit der mit Abstand stärkste Einflussfaktor darauf, wie Ihre Zahnfarbe wahrgenommen wird. Der Effekt ist rein optisch.
Lippenstift-Familie | Unterton | Wirkung auf die wahrgenommene Zahnfarbe |
Blaustichiges Rot | Kühl | Stärkster aufhellender Effekt |
Beere, Pflaume, Himbeere | Kühl | Deutlich aufhellend |
Kühles Pink, Fuchsia, Magenta | Kühl | Mäßig bis deutlich aufhellend |
Kühle Nude-, Rosé- oder Aschetöne | Neutral bis kühl | Leicht vorteilhaft |
Warmes Nude, Pfirsich, Beige, Karamell | Warm | Lässt Zähne gelblicher wirken |
Orangerot, Koralle, Ziegelrot | Warm | Lässt Zähne gelblicher wirken |
Braun, Schokolade | Warm | Meist ungünstig |
Blasse, transparente oder kaum sichtbare Töne | Beliebig | Neutral bis ungünstig |
Zahnfarben Tabellen für Prothesen und Ersatzzähne

Hersteller von Prothesenzähnen liefern eigene Farbskalen mit, die auf ihre jeweiligen Zahnlinien abgestimmt sind. VITAPAN nutzt das klassische System von A1 bis D4. Prothesen-Farbskalen enthalten oft Hilfsmittel, die es bei den Skalen für Naturzähne nicht gibt. Die SR Vivodent S DCL Farbskala von Ivoclar besitzt zum Beispiel ein integriertes Gesichtsmessgerät zur Bestimmung der Nasenbreite, das bei der Wahl der Zahngröße hilft, sowie einen Papillameter zur Beurteilung der Oberlippenlänge und der Lippenschlusslinie.
Einige Punkte kommen bei der Farbwahl für Prothesen immer wieder zur Sprache:
- Bei Vollprothesen ist die Farbe frei wählbar, da keine natürlichen Zähne mehr vorhanden sind, an die angeglichen werden müsste.
- Teilprothesen müssen zu den verbliebenen Naturzähnen passen – das ist die deutlich anspruchsvollere Aufgabe.
- Prothesenzähne reagieren überhaupt nicht auf Bleaching. Oberflächliche Verfärbungen lassen sich professionell entfernen, die Grundfarbe bleibt jedoch dauerhaft festgelegt.
- Bleachfarben sind bei einigen Prothesenzahnlinien aus Kunststoff erhältlich, aber nicht bei allen Materialien.
Die Zahnfarben Tabelle in der ästhetischen Zahnheilkunde

Eine Farbskala ist keine Speisekarte, von der man sich ein Weiß bestellt. Sie ist ein Messinstrument und ein Kommunikationsmittel und kommt an mehreren klar abgegrenzten Punkten der Behandlung zum Einsatz. Schauen wir uns jeden davon genauer an.
1. Den Ausgangswert dokumentieren
Noch vor allem anderen hält die Praxis fest, wo Sie starten. Dieser Ausgangswert wird mit einem Farbmuster, mit Fotos oder mit einem digitalen Spektralfotometer wie dem VITA Easyshade erfasst, das die Farbe messtechnisch bestimmt.
Diese Dokumentation ist die Referenz, an der jede Veränderung gemessen wird, und sie wird Teil Ihrer Patientenakte.
2. Professionelles Bleaching
Ein Bleaching kann keinen bestimmten Farbcode garantieren, und Füllungen, Bonding, Kronen oder Veneers hellt es überhaupt nicht auf. Das sichtbare Ergebnis hält etwa sechs Monate bis drei Jahre an, abhängig von Kaffee, Tee, Tabak, Mundhygiene und individuellen Gewohnheiten.
Am besten geeignet ist ein Bleaching meist für Menschen, denen Form und Stellung ihrer natürlichen Zähne gefallen, die sich aber eine hellere Farbe wünschen.
3. Composite-Bonding
Beim Bonding werden Verfärbungen mit einem zahnfarbenen Kunststoff überdeckt. Gleichzeitig lassen sich kleine Absplitterungen, schmale Lücken, unregelmäßige Kanten sowie Zähne verbessern, die etwas zu kurz oder ungleichmäßig wirken.
Komposit wird in VITA-Farben hergestellt, sodass die Farbskala unmittelbar zur Auswahl des Materials dient. Viele Fälle benötigen mehr als einen Farbton: eine opakere Dentinschicht darunter und eine transluzentere Schmelzschicht darüber. Komposit reagiert nicht auf Bleaching. Sind beide Maßnahmen geplant, kommt die Aufhellung zuerst, und die Kompositfarbe wird erst danach festgelegt.
4. Composite-Veneers
Composite-Veneers bestehen aus einem ähnlichen Kunststoff wie beim Bonding, bedecken aber einen größeren Teil der sichtbaren Zahnvorderfläche. Das Material wird direkt am Zahn in Schichten aufgetragen, anschließend geformt, ausgehärtet und poliert.
Komposit nimmt leichter Verfärbungen auf und verliert schneller seinen Oberflächenglanz als Keramik. Regelmäßiges Nachpolieren, Wartung und irgendwann ein Austausch sind daher einzuplanen. Die Haltbarkeit hängt vom Material, von der Verarbeitung, von der Ernährung, der Mundhygiene, den Kaugewohnheiten und vom Zähneknirschen ab.
5. Keramik-Veneers
Keramik-Veneers sind hauchdünne Schalen, die auf die Vorderflächen der Zähne geklebt werden. Sie können Verfärbungen überdecken, die auf ein Bleaching nicht ansprechen, und gleichzeitig Form, Länge, Proportionen und Unregelmäßigkeiten verändern.
6. Zahnkronen
Eine Krone umfasst den gesamten sichtbaren Teil eines präparierten Zahns und kann dessen Farbe und Form daher vollständig verändern. Kronen kommen infrage, wenn ein Zahn erheblich geschwächt, gerissen, abgenutzt, stark gefüllt oder durch Karies beschädigt ist.
Kronen halten typischerweise etwa fünf bis fünfzehn Jahre, manche bleiben deutlich länger funktionsfähig.
7. Prothesen, Brücken und Implantatversorgungen
Alles, was für Kronen gilt, gilt auch hier – mit der zusätzlichen Schwierigkeit, dass solche Versorgungen häufig mehrere Zähne gleichzeitig ersetzen und direkt an das Zahnfleisch angrenzen. Für Fälle, in denen rosafarbene Keramik oder eine Kunststoffbasis mit dem natürlichen Zahnfleisch verschmelzen muss, gibt es eigene Zahnfleisch-Farbskalen.
Die Kommunikation mit dem Dentallabor
Über das Ergebnis entscheidet größtenteils der Zahntechniker, nicht der Zahnarzt. Der Farbcode ist das Herzstück des Auftrags, der ins Labor geht – zusammen mit der Stumpffarbe, Fotos und Notizen zu Transluzenz, Oberflächenstruktur, Schneidekanten-Halo oder weißen Flecken.
Eine Praxis, die mit einem starken Zahntechniker zusammenarbeitet – wie One Life Dental mit dem hauseigenen ComfyDent Laboratory – und ausführliche Unterlagen mitschickt, erzielt bei jeder Farbe bessere Ergebnisse als eine Praxis, die eine Ein-Wort-Anweisung verschickt.
Bleaching, Bonding, Veneers oder Kronen?
Behandlung | Wesentlicher Farbeffekt | Üblicher Terminablauf | Ungefähre Haltbarkeit |
Professionelles Bleaching | Hellt natürliche Zähne auf | Ein Praxistermin oder eine begleitete Anwendung zu Hause | Etwa 6 Monate bis 3 Jahre |
Composite-Bonding | Überdeckt örtlich begrenzte Verfärbungen | Häufig ein Termin | Etwa 3 bis 10 Jahre |
Composite-Veneers | Bedecken eine größere sichtbare Fläche | Ein oder mehrere Termine | Unterschiedlich, Pflege erforderlich |
Keramik-Veneers | Überdecken die Farbe und verändern die sichtbare Form | Meist mindestens zwei Haupttermine | Etwa 10 bis 15 Jahre |
Zahnkronen | Umfassen und stellen den sichtbaren Zahn wieder her | In der Regel zwei Haupttermine | Etwa 5 bis 15 Jahre |
Häufige Fragen
Welche Farbe haben gesunde Zähne von Natur aus?
Gesunde Zähne können elfenbeinfarben, cremig, gelblich, gebrochen weiß oder leicht gräulich sein. Die Zahnfarbe allein sagt nichts darüber aus, ob ein Zahn gesund ist.
Ist B1 weißer als A1?
B1 gilt allgemein als einer der hellsten klassischen Naturtöne. A1 ist ebenfalls sehr hell, besitzt aber einen anderen, leicht wärmeren Unterton.
Was ist die hellstmögliche Zahnfarbe?
Spezielle Bleach-Farbskalen enthalten Kategorien, die heller ausfallen können als natürliche Referenzen wie B1. Der hellste Ton ist jedoch nicht automatisch der natürlichste oder passendste.
Können gelbe Zähne weiß werden?
Viele gelbliche Zähne sprechen gut auf ein Bleaching an, besonders wenn die Farbe auf äußere Verfärbungen oder auf den natürlichen Alterungsprozess zurückgeht. Das Ergebnis hängt davon ab, ob die Verfärbung von außen oder von innen kommt und ob Restaurationen vorhanden sind.
Verändert Bleaching die Farbe von Kronen oder Veneers?
Nein. Bleichmittel wirken ausschließlich auf natürliche Zahnsubstanz und hellen Keramik, Porzellan oder Komposit nicht auf. Vorhandene Restaurationen müssen unter Umständen poliert, ausgebessert oder ersetzt werden, wenn sie farblich nicht mehr passen.
Welche Behandlung eignet sich bei stark verfärbten Zähnen?
Das hängt von der Ursache und vom Zustand des Zahns ab. Ein Bleaching kann manche Verfärbungen verbessern, während Bonding oder Veneers Farben überdecken können, die nicht ausreichend ansprechen. Eine Krone kommt infrage, wenn der Zahn zusätzlich strukturell wiederhergestellt werden muss.
Kann ich meinen genauen Farbton über eine Online-Tabelle bestimmen?
Eine Online-Tabelle erklärt die Farbfamilien, kann aber keine zuverlässige klinische Bestimmung liefern. Bildschirmeinstellungen, Kameras, Beleuchtung und Umgebungsfarben verändern die Wahrnehmung eines Farbtons erheblich.
Medizinische und fachliche Quellen
- VITA classical A1–D4® Farbskala – VITA Zahnfabrik, Bad Säckingen
- Farbnahme und Farbbestimmung bei indirekten ästhetischen Restaurationen – Fortbildungsunterlagen der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ)
- Vergleichsstudie zur Zahnfarbbestimmung: visuell, Smartphone-Kamera und VITA Easyshade Spektralfotometer – PMC
- Spektralfotometrische Untersuchung der häufigsten natürlichen Zahnfarben in der spanischen Bevölkerung – PMC
- Prävalenz, Zufriedenheit und Präferenz von Zahnfarben sowie deren Zusammenhang mit Alter, Geschlecht und Hautfarbe – PMC
- Zahnfarbe und Hautton: eine deskriptive Querschnittsstudie – PMC
- A–D Farbskala mit Bleachfarben – Ivoclar Vivadent, Schaan
- SR Vivodent S DCL Farbskala – Ivoclar Vivadent, Schaan
- Portrait IPN Farbumrechnungstabelle – Dentsply Sirona, Bensheim
- Ästhetische Zahnheilkunde: Ziele, Verfahren und Nutzen – Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ)
- Composite-Bonding: Ablauf, Vorteile und Pflege – Initiative proDente e. V.
- Veneers: Ablauf, Vorteile und Pflege – Initiative proDente e. V.
- Zahnkronen: Arten, Ablauf und Pflege – Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV)
- Kronen und Veneers – Patienteninformation der Bundeszahnärztekammer (BZÄK)